Männerarbeit Westfalen
Evangelische Männerarbeit von Westfalen

Macht Sprache Macht?

Wie Polemisierungen und Fake-News unser Bewusstsein beeinflussen

Herzliche Einladung zum Bezirksmännertag 2024 Samstag, 09. März 2024 | 10.00 – 15.00 Uhr Weltweit scheinen die Populist*innen immer mehr an Macht zu gewinnen. Dabei setzen sie häufig auch bewusst auf Falschmeldungen und Lügen und setzen polemische Verallgemeinerungen und Vereinfachungen ein. Wie gehen sie dabei vor und gewinnen durch Sprache mehr Macht über Menschen? Wie können wir uns davor schützen bzw. prüfen, welche Nachrichten seriöse Nachrichten sind? Beim Bezirksmännertag 2024 gehen wir mit Michael Moser und Leroy Böthel diesen Fragen in Vorträgen und im Austausch im Plenum nach. Die Veranstaltung beginnt mit einem Gottesdienst. Zu diesem Bezirksmännertag laden wir alle in der Männerarbeit Ruhrgebiet engagierten Männer (und Frauen) sowie alle an dem Thema interessierten Menschen herzlich ein.
PROGRAMM UND ANMELDUNG

Mit Opa unterwegs

Ein abenteuerliches Wochenende für Großväter und Enkelkinder ab Grundschulalter

Wenn man gemeinsam unterwegs ist, kann man viel Abenteuerliches erleben. Beim Seminar vom 06.- 08. September in Menden treffen sich Großväter und deren Enkelkinder (im Grundschulalter) und können bei vielen Aktivitäten und einem erlebnisreichen Programm neue Erfahrungen im Umgang miteinander machen. Was können die Großväter gut, was die Enkelkinder? Wie lösen sie gemeinsam Aufgaben und was können sie voneinander lernen? Wie viel Zeit verbringen 
sie im Alltag miteinander und was ist ihnen wichtig? Diese und andere Fragen werden wir aufgreifen und es wird reichlich Zeit sein, um miteinander Spaß zu haben, sich aneinander zu freuen und Erlebnisse zu teilen.

WEITERE INFORMATION IM FLYER

Hinsehen und geschlechtersensibel reagieren

Statement der Männerarbeit der EKD zur Veröffentlichung der ForuM-Studie

Die am 25. Januar vorgestellte ForuM-Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie stellt viele Fragen an das kirchliche Selbstverständnis, legt sensible Punkte offen und muss alle in der Kirche aufrütteln. Die Ergebnisse und Analysen der ForuM-Studie machen zwingend nötig, sexualisierte Gewalt in kirchlichen Kontexten endgültig besprechbar zu machen, nach ihren Ursachen und Ermöglichungsstrukturen zu fragen und organisatorisch, strukturell und theologisch alles dafür zu tun, die Kirche zu einem gewaltfreien Ort zu machen.
Als evangelische Organisation, die sich besonders männlichen Perspektiven verpflichtet weiß, schauen wir insbesondere darauf, wo Jungen und Männer nicht geschützt sind.
 

STATEMENT DER MÄNNERARBEIT EKD

 

Jahresprogramm 2024 erschienen

„Höher als alle Vernunft (Phil 4,7) – Männer im Vertrauen“ lautet das Jahresthema der Männerarbeit für 2024. Vertrauen zu können, ist wichtig für unser seelisches Wohlbefinden und unsere Beziehungen, ob im persönlichen und privaten oder im beruflichen Bereich. Nicht zuletzt für Männer ist es wichtig, nicht nur auf die eigene Kraft und die eigenen Möglichkeiten zu vertrauen. Viele sind auf der Suche nach Verlässlichkeit in unsicheren Zeiten. Und was ist eigentlich mit Gottvertrauen? 
Männern Räume und Orte geben, an denen ihr Vertrauen nicht enttäuscht wird, dafür sind wir da. Männer ins Gespräch mit anderen Männern (und Menschen aller Geschlechter) zu bringen und ihnen Orientierung zu geben in Zeiten, in denen Vertrauen erodiert, dafür stehen wir ein. Unsere verschiedenen Angebote finden Sie in diesem Jahresprogramm. Darunter sind Wochenenden für Väter und Kinder, Seminare für männliche Erzieher, unsere Sommertagung, Wandertouren auf dem „Grünen Band“ und in den Bergen und eine sommerliche Kanutour in Schweden. 
Fühlen Sie sich eingeladen, diese Vielfalt zu entdecken und nach dem für Sie passenden Angebot zu suchen.
Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen, spannende Themen und lebendigen Austausch im Jahr 2024. 

JAHRESPROGRAMM 2024

 

 

WEGGELEIT 2024

„Alle Jahre wieder“ gibt die Männerarbeit das Andachts- und Meditationsheft „Ein Weggeleit“ heraus. Es enthält Auslegungen der Jahreslosung und der biblischen Monatssprüche sowie begleitende Texte und Gebete. So eignet es sich als Andachtsheft in Gemeindegruppen oder als kleines Geschenk für ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wie die große Resonanz der letzten Jahre zeigt, erfreut sich dieses Heft auch außerhalb der Einrichtungen der Männerarbeit einer großen Beliebtheit.

Der Preis beträgt 2,50 € pro Exemplar (Selbstkosten) zuzüglich der Versandkosten.

Die Auslieferung des Weggeleits 2024 erfolgt Anfang Dezember, so dass es als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfängerinnen und Empfänger weitergegeben werden kann.

 

 

BESTELLUNGEN

Kathrin van Meegen 
02304 / 755 308
kathrin.vanmeegen@kircheundgesellschaft.de
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte

 

 

Zum Glauben gehört auch Zweifeln

Rund 100 Männer nahmen am Kreismännertag in Wilnsdorf teil

Was bedeutet Vertrauen, besonders in Bezug auf den christlichen Glauben? Dieser Frage gingen jetzt rund 100 Männer im evangelischen Gemeindehaus in Wilnsdorf nach. Für den Kreismännertag des Evangelischen Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein unter dem Titel „Höher als alle Vernunft – Männer im Vertrauen“ war Herbert Ritter, Pfarrer im Ruhestand aus Kamen, als Referent eingeladen worden. Er sprach über die Verbindung von Glaube, Vernunft und Vertrauen. Eine seiner zentralen Aussagen: „Christlicher Glaube braucht Vertrauen, wenn menschliches Leben gelingen soll. Das ist mit Unsicherheit verbunden, denn im Glauben gebe ich zu, dass ich es allein, ohne Gott, nicht schaffe.“ Das Wagnis des Glaubens sei immer mit Zweifel verbunden. Aber Glauben, Vertrauen und Vernunft brauchten einander für eine Beziehung zu Gott.  
In seinem Vortrag ging Herbert Ritter auf drei Geschichten aus der Bibel ein, die Vertrauen als zentrales Element beinhalten. Er begann mit der „Anfrage Johannes des Täufers“ (Matthäus 11,1-6), der wissen will, ob Jesus der ist, „der da kommen soll“. Der Referent schloss aus dieser Bibelstelle: „Für Menschen des Glaubens gehört der Zweifel dazu. Glaube und Zweifel sind zwei Seiten einer Medaille. Glaube ist nie sicher, er wird immer angefochten sein.“ In Markus 4,35-41 fürchten sich die Jünger Jesu als sie auf einem Boot sind und um sie herum ein Sturm tobt. Jesus befiehlt dem Wind und dem See ruhig zu werden „und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein“. Herbert Ritter erläuterte zur Sturmstillung: „Die Stürme des Lebens werden nicht an uns vorbeigehen“, aber Jesus sei da, um den Sturm zu stillen. Der stellvertretende Vorsitzende der westfälischen Männerarbeit ging zudem auf den „zweifelnden Thomas“ (Johannes 20,19-29) ein und vermittelte mit dieser Geschichte: „Glaube muss sich immer in dem persönlichen Ringen zwischen Vertrauen und Zweifel entwickeln.“ Glaube könne sich nur festigen, indem man sich immer wieder neu den Herausforderungen des Alltags stelle. In seinem Fazit schlug Herbert Ritter einen Bogen zur Männerarbeit: Sie sei ein Ort, wo gezweifelt und geglaubt werden könne.
Kreismännerpfarrer Christoph Dasbach hatte die Veranstaltung organisiert und zwei Männer eingeladen, die, wie er sie vorstellte, „im Vertrauen leben“. Dr. Helmut Knebel berichtete davon, dass er als Arzt die Erfahrung gemacht habe, dass Vertrauen ein Prozess sei, aber ein gewisses Grundvertrauen von Anfang an vorhanden sein müsse. Und bezogen auf das zentrale Thema des Tages sagte er: „Mit  unserer Vernunft bleiben Fragen offen, die kann nur der Glaube beantworten.“ Ebenfalls auf der Bühne war Amir Mahjoub. Der 43-Jährige war aus dem Iran geflohen und 2015 nach Deutschland gekommen. Er war Atheist und fand hier zum christlichen Glauben. Dieser habe sich über Jahre entwickelt, berichtete er: „Das ist nicht auf einmal passiert.“ Ihm seien nach seiner Flucht immer wieder „Zufälle“ passiert, die sein Leben weiter zum Guten gewendet hätten. „Ich dachte es heißt Glück, was mir wiederfahren ist, aber es war Gottes Hilfe und Führung“, schloss er die Gesprächsrunde.    
Bevor inhaltlich in das Thema des Tages eingestiegen worden war, wurde aus der Männerarbeit berichtet. Die Teilnehmer tauschten sich unter anderem darüber aus, wie sie zukünftig Männer begeistern können, um Teil der Gemeinschaft zu werden und sich mit einzubringen. Jürgen Haas, Regionalreferent der Männerarbeit im Bezirk Südwestfalen, erzählte: „Oft höre ich die Frage, was Männerarbeit so macht?“ In einem Arbeitskreis habe man sich zusammengesetzt und mit der Frage beschäftigt. Entwickelt wurde eine Kampagne mit dem Slogan: „Bei der Männerarbeit bist du richtig…“. Dieser wurde mit unterschiedlichen Satzfragmenten vervollständigt, beispielsweise mit „…wenn du Verantwortung für andere übernehmen willst“ oder „…wenn du Angebote für Väter und Kinder suchst“. Ziel der Kampagne ist es, auf die vielfältigen Angebote, die die Männerarbeit anbietet, aufmerksam zu machen.  
Sarah Panthel, Öffentlichkeitsreferentin KK Siegen-Wittgenstein

 

 

Das Weggeleit 2024 ist da!

"Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe!" lautet die Jahreslosung für das kommenden Jahr. Diesen legt unser Landesmännerpfarrer Martin Treichel im neuen Weggeleit für 2024 aus. Zu den Monatssprüchen haben , wie immer, 12 unterschiedliche Personen Andachten geschrieben, unter anderem der aktuelle Geschäftsführer der Männerarbeit der EKD, Martin Rosowski. Zwischen den Auslegungen der Monatsverse finden sich diese Mal gute Nachrichten. Denn neben allem Krisenhaften, Verstörenden und Entmutigendem braucht es Hoffnungsgeschichten und Lichtblicke.
Die bestellten Weggeleite gehen in den nächsten Tagen in den Versand.

Engagierte der Männerarbeit treffen sich in Villigst

Ob Studienfahrt, Vortragsabend, Männerfrühstück oder Ausflug, das Programm, das die ehrenamtlichen Gruppenleiter der Evangelischen Männerarbeit von Westfalen jedes Jahr für die Männer in ihren Kirchengemeinden auf die Beine stellen ist immens. 15 von ihnen trafen sich am 16. Und 17. September zum jährlichen Gruppenleiterseminar in Villigst.

Dieses stand unter dem provozierenden Titel „Männer sind Helden“. Schon in der Ausgangsdiskussion wurde schnell klar, weder die antiken Helden der Griechen noch die Kriegshelden des Kaiserreichs taugen als Vorbilder. Männer wollen viel eher Dinge gemeinsam erleben und sich füreinander einsetzten. Ganz anders als die doch oft einsamen Heden.
Daher drehte sich das Wochenende im Kern um die Ideen und Angebote für die eigene Männergruppe, zu dem je nach Gemeinde oder Programm auch Frauen eingeladen sind. So stehen Gesundheitsthemen wie Gedächtnistraining, Aktuelles zu Alzheimer oder Parkinson, Arzneimittelknappheit und Sterbehilfe, zu denen Ärzt*innen oder Apotheker*innen eingeladen hoch im Kurs. Gemeinsam unterwegs sind die Gruppen auch. Nicht nur auf mehrtätigen Studienfahrten mit Zielen von Borkum bis Budapest, sondern auch in Museen oder Betrieben, wo Führungen und Diskussionen organisiert werden.
Auch wenn der Zuspruch für die Männerarbeit von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich ist, gibt es doch ähnliche Probleme. Das die hauptamtlichen Strukturen dünner werden, ist an vielen Stellen Thema. Dabei geht es eher um die kleinen Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpartner*innen, die bei Werbung, Räumen, Finanzen oder mal mit einem theologischen Impuls aushelfen.
Das Treffen war auch die Gelegenheit sich gegenseitig zu den regionalen Veranstaltungen wie Kreis- und Bezirksmännertagen oder auch einer Schreibwerkstatt für Großväter, die ihre Lebenserfahrungen in Briefform an ihre Enkel weitergeben möchten.
Am Ende nahmen die Ehrenamtlichen neu Ideen und Kontakte mit in ihre Heimatgemeinden und fühlten sich nach zwei Tagen in Villigst in ihrem Engagement bestärkt.

Männer. Wildnis. Auszeit. - Eine Kanutour in Schweden

Elf Männer von Aachen bis Espelkamp, von Heidelberg bis Berlin machten sich auf den Weg in Richtung Europas schönstes Kanuparadies, nach Dalsland in Schweden. Keiner kannte den anderen vorher und doch waren alle bereit, sich einzulassen: auf die Reise, auf den anderen, auf das Programm, die Gespräche und das Abenteuer.
Die jüngsten waren gerade Mitte dreißig, der älteste hatte sein 60. Lebensjahr überschritten. Es waren Väter, Trennungsväter und auch Bonusväter dabei. Viele kirchlich geprägt, einige konfessionslos.
 

Nach einer kurzen Einführung in die grundlegenden Kenntnisse des Paddelns, fanden sich schnell zwei Männer für je ein Kanu zusammen. Die Boote wurden bepackt, mit den eigenen Sachen für die Woche, Zelten, Ausrüstungsgegenständen und vor allem mit Essen für eine Woche Wildnis. Zum Trinken reichte das Wasser, auf dem wir uns bewegten: Wir kochten Tee und Kaffee damit, wuschen uns im Wasser oder nahmen ein kühles Bad nach langer Fahrt.  

Obwohl die Boote tief im Wasser lagen, gewannen alle schnell an Sicherheit und kamen zügig voran. Am Tag eins war der erste gute Lagerplatz schnell nach knapp zwei Stunden Fahrt erreicht. Zelte wurden aufgestellt, Tarps gespannt, unter die wir das Gepäck legen konnten oder unter denen der eine oder andere auch schlafen wollte. Aber auch zwischen den Bäumen gespannte Hängematten fehlten nicht. Holz suchen und Feuer machen standen dann auf dem Programm, um die erste Mahlzeit zuzubereiten: Thai-Curry mit Kichererbsen. Gekocht wurde überwiegend vegan, ab und zu mal ergänzt durch einen frisch gefangenen Fisch. Darüber hinaus fanden wir an jedem neuen Lagerplatz Steinpilze, die wir uns mit mitgebrachten Zwiebeln über dem Feuer brieten. Preiselbeeren, Blaubeeren und sogar Himbeeren waren in Fülle vorhanden. So konnte ein Teilnehmer an seinem 40. Geburtstag mit einer Torte überrascht werden. In der Kargheit der Umstände, die wir gewählt hatten und die uns umgaben, wurden solche Möglichkeiten zu einem wahren Geschenk.

Besonders berührend war zu sehen und zu erleben, wie schnell die Männer Vertrauen zueinander fassten. Wie tief die Gespräche waren, die die Männer nach sehr kurzer Zeit des Zusammenseins miteinander führten. Und wie persönlich die Einblicke, die die Männer sich gewährten und miteinander teilten.

Es war immer wieder eine hohe Bereitschaft in der Gruppe zu spüren, sich mit neuen Themeninhalten auseinanderzusetzen und diese vor dem Hintergrund der eigenen Lebenssituation zu reflektieren. Und es wurde deutlich, dass es gerade im Hinblick auf die Arbeit mit Männern darauf ankommt, Räume mit einem niederschwelligen Angebot zu schaffen.

In diesem Sinne wurde nicht nur unser „Geburtstagsmann“ von seiner Frau mit dieser Reise beschenkt. Diese gemeinsame Zeit in der Wildnis Schwedens, die Gespräche, die Gemeinschaft ist uns allen ein bereicherndes Erlebnis geworden.

 

 

Ein "Weggeleit 2024"

„Alle Jahre wieder“ gibt die Männerarbeit das Andachts- und Meditationsheft „Ein Weggeleit“ heraus.

Hier finden Sie das "Weggeleit" aus 2023 zur Ansicht und zur Orientierung. 

Es enthält Auslegungen der Jahreslosung und der biblischen Monatssprüche sowie begleitende Texte und Gebete. So eignet es sich als Andachtsheft in Gemeindegruppen oder als kleines Geschenk für ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wie die große Resonanz der letzten Jahre zeigt, erfreut sich dieses Heft auch außerhalb der Einrichtungen der Männerarbeit einer großen Beliebtheit.

Der Preis beträgt 2,50 € pro Exemplar (Selbstkosten) zuzüglich der Versandkosten.

Ihre Bestellung erbitten wir möglichst zeitnah bei Kathrin van Meegen.

Die Auslieferung des Weggeleit 2024 erfolgt Anfang Dezember, so dass es als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfängerinnen und Empfänger weitergegeben werden kann.

Das Bestellformular für das "Weggeleit" 2024 finden Sie hier.

Gern können Sie das Weggeleit bei

Kathrin van Meegen 
02304 / 755 308
kathrin.vanmeegen@kircheundgesellschaft.de
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte

bestellen.

 

 

 

Vertrauen und Vernunft - Sommertagung der Männerarbeit

"Höher als alle Vernunft (Phil 4,7) - Männer im Vertrauen" lautet das Jahresthema der Männerarbeit für den Männersonntag im Oktober 2023 und für Gruppenabende bis Sommer 2024. Vertrauen zu können, ist wichtig für unser seelisches Wohlbefinden und unsere Beziehungen, ob im persönlichen und privaten oder im beruflichen Bereich. Nicht zuletzt für Männer ist es wichtig, nicht nur auf die eigene Kraft und die eigenen Möglichkeiten zu vertrauen. Viele sind auf der Suche nach Verlässlichkeit in unsicheren Zeiten. Und was ist eigentlich mit Gottvertrauen? Was das Bedürfnis nach Vertrauen für die Identität von Männern und für die Arbeit mit Männern bedeutet, darüber wurde bei der Sommertagung der Männerarbeit am 17. und 18. Juni in Haus Villigst nachgedacht.

Fast 40 Personen waren dazu angereist.

Eröffnet wurde die Tagung durch Pfarrer i.R. Herbert Ritter aus Kamen, der drei neutestamentliche Texte in den Mittepunkt seiner Bibelarbeit stellte und daran verdeutlichte, dass Vertrauen und Vernunft nach christlichem Verständnis immer in den Horizont des Friedens Gottes gehören.

Landesmännerpfarrer Martin Treichel fragte in seinem Impuls nach der Vertrauenswürdigkeit von Männern. Immer wieder haben in jüngster Zeit Studien und Befragungen nachgewiesen, dass es bei vielen Männern hoch problematische Einstellungen in Sachen Gewaltbereitschaft und Geschlechterfragen gibt. Treichel sagte deshalb: „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Männer Orte haben, an denen sie eine andere Männlichkeit ausprobieren können. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Männer Räume haben, an denen sie auch mit ihren schwachen Seiten gesehen werden, wo sie nicht den starken Mann markieren müssen. Und: Wir haben uns in unserem Umfeld einzumischen, wo wir frauenfeindliche Handlungen wahrnehmen, wo sexistische Sprüche gedroschen werden, wo Frauen abgewertet werden. Es ist nicht männlich, zu Gewalt zu greifen. Es ist nicht männlich, große Klappe zu haben. Und mit denen, die so reden, darf es keine klammheimliche Verbrüderung geben.“

Rüdiger Jähne, Krisen- und Gewaltberater beim Sozialdienst Katholischer Männer, fragte in seinem Beitrag danach, wem und worauf Männer vertrauen. Er berichtete aus seinen Erfahrungen im Männerberatungsnetzwerk „Echte Männer reden“. Der SKM Bundesverband hat seit 2015 ein eigenes Referat für Jungen- und Männerarbeit, um den Auf- und Ausbau der Beratungsstellen weiter voranzubringen. Über 50 Männer haben seitdem eine Weiterbildung zum Männerberater abgeschlossen oder nehmen gerade an einer solchen teil. Inzwischen gibt es Beratungsangebote an 18 Standorten. Seit 2021 können Jungen und Männer mit ihren Anliegen die Männerberatung online nutzen.  

Einen ganz anderen Beitrag zum Thema „Vertrauen“ lieferte Klaus Görzel, Journalist und Reporter der Funke-Mediengruppe aus Hagen. Er fragte nach der Vertrauenswürdigkeit von Medien in Zeiten von Fake News und „alternativen Wahrheiten“. Dabei lieferte er  Handwerkszeug zum selbständigen kritischen Umgang mit Texten und Fotos und plädierte für die Nutzung von Qualitätsmedien. Klar war für ihn aber auch: „Vertrauen ist das Fundament der Gesellschaft und der Schlüsselfaktor für menschliche Beziehungen. Dieser hohen Verantwortung müssen sich die Medien immer neu bewusst sein.“

Abgerundet wurde die Tagung durch Arbeitsgruppen mit autobiographischen Zugängen der Teilnehmenden und einem Sommerabend auf der Terrasse von Haus Villigst.

Im nächsten Jahr findet die Sommertagung am 15. und 16. Juni statt, wieder in Haus Villigst

 

Den Gefangenen sollst du zurufen: »Ihr seid frei!«

Feierabendmahl (nicht nur) für Männer

Am Kirchentagsfreitag fand wieder das mittlerweile traditionelle Feierabendmahl der Evangelischen Männerarbeit statt. Der Bibeltext für den Abend stammt aus Jesaja 49,8–10. Der passende Anlass zum Feierabendmahl, den Gefängnisseelsorger David Vogt einzuladen.
Für 70 Personen war der Raum in der Nürnberger Innenstadt vorbereitet, weit vor Beginn wurden schon 30 Stühle dazu geholt, und am Ende standen die letzten Gäste trotzdem. Mit 120 Personen, die mit der Männerarbeit der EKD den Abendmahlgottesdienst feiern wollten, hatte das Vorbereitungsteam nicht gerechnet. Eigentlich war auch zu wenig Brot und Saft vorhanden, doch wie bei der Vermehrung von Brot und Fischen, war am Ende doch noch etwas übrig, weil alle mit allen geteilt haben.
Inhaltlich drehte sich der Abend um die Gefangenen bei Jesaja und heute. Über 95 Prozent der Gefängnisinsassen in Deutschland ist männlich. Der Gefängnisseelsorger David Vogt gab, in Dialog mit dem Vorsitzenden der Männerarbeit Martin Treichel, einen Einblick in die Gedanken und Krisen der Männer, die ihn im Gefängnis aufsuchen. Im Knastalltag müssen sie den starken Typen spielen. Im seelsorgerlichen Gespräch kommen ihre Ängste und Sorgen zum Vorschein, und sie dürfen Schwäche zeigen. Den Gefangenen zu Jesajas Zeiten und heute zusprechen zu können „Ihr seid frei“, kann wahrscheinlich nur verstehen, wer diese Ängste geteilt hat.
So war es ein intensiver und feierlicher Abend in Nürnberg, der rundum gelungen war.

WENN ICH AN MEINEN VATER DENKE ...

Interessante und intensive Gespräche haben den Stand der evangelischen Männerarbeit auf dem Markt der Möglichkeiten beim Kirchentag in Nürnberg geprägt. Besonders die Frage nach dem eigenen Vater, hat viele Menschen berührt und zu sehr unterschiedlichen Aussagen geführt.

Blickfang des Standes der Männerarbeit der EKD war das feuerrote Papamobil, das in Kurhessen-Waldeck für die Vater-Kind-Arbeit im Einsatz ist. Mit Männerarbeitern aus anderen Landeskirchen war ein starkes westfälisches Team am Stand. Angeführt vom frischgewählten Vorsitzenden der Männerarbeit der EKD Martin Treichel (Landesmännerpfarrer der EKvW) und Dr. Holger Gemba (Landesvorsitzender in Westfalen).
„Wenn ich an meinen Vater denke …“ war einer der Sätze, die auf den Seiten des Feuerwehrautos standen und zum Ergänzen einluden. Von Geborgenheit über Zwiespalt bis Traurigkeit und Wut, entwickelte sich eine bunte Vielfalt an Aussagen, die sich über den Kirchentag hinweg am Auto sammelten -  Ausgangspunkt für viele Gespräche über das Vatersein, Rollenbilder und die Prägungen der Kindheit.
Natürlich wurde auch die Evangelische Männerarbeit insgesamt vorgestellt, die vielen Besucher*innen des Kirchentages noch nicht bekannt war. Gesprächsauslöser war oft der Begriff „Männerarbeit“ selbst, der spontan häufig negativ interpretiert wurde. Die Gespräche mit den Ehren- und Hauptamtlichen am Stand konnten dieses Bild in der Regel aber verändern. Der Kampf um Gleichberechtigung, vielfältigere Männerrollen, partnerschaftliche Gestaltung der Erziehung- und Care-Arbeit sind einige Ziele der Arbeit, die die Gesprächspartner*innen nicht immer hinter dem Begriff erwartet haben.
Die Männerarbeiter aus ganz Deutschland freuen sich auf ein Wiedersehen 2025 auf dem Kirchentag in Hannover.

 

 

 

Kirche ohne Männer ...?

Westfälische Männerarbeit stimmt ökumenischem Manifest zu

Auf ihrer Haupttagung im Mai 2022 in Hofgeismar hat die Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland das Grundsatzpapier „Kirche ohne Männer…? Ein ökumenisches Manifest für die Gestaltung nachhaltiger christlicher Männerarbeit“ verabschiedet.

Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hat das Manifest auf seiner Landesvertretertagung diskutiert. Es wurde von der Arbeitsstelle für Männerseelsorge der Deutschen Diözesen, Evangelisches Zentrum Frauen und Männer Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands und der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der EKD entwickelt und. Das Manifest wird als Standortbestimmung christlicher Männerarbeit verstanden und schlägt eine Konzeption von christlicher Männerarbeit als einen nachhaltigen Beitrag zur erwachsenengemäßen Anwaltschaft für die Männer und zur Transformation unserer Kirchen vor. In der gesellschaftlichen Debatte gibt es gegenteilige Entwicklungen. Zum einen eine Öffnung der Gleichstellungsbemühungen, die die Bedürfnisse und Interessen von Männern miteinschließt, zum anderen eine Renaissance patriarchaler Männlichkeitsvorstellungen und populistischer Maskulinismusthesen.  Kirchliche Männerarbeit setzt sich für eine Vielfalt der Männlichkeiten ein und Dialogräume zwischen den Geschlechtern schaffen, um den Wandel zu begleiten und mitzugestalten.
Die Westfälische Männerarbeit möchte mit ihrem Vorwort zum Ökumenischem Manifest, diese Positionen schärfen. Sie steht für eine Kirche mit Männern und ein Bild von Männlichkeit, dass sich am ehesten mit dem Begriff „Fürsorgende Männlichkeiten (Caring Masculinities)“ wiedergeben lässt. Die Landesvertretertagung ist der Meinung, dass „kein Mann sein Mann-Sein frei von Männlichkeitsvorstellungen denken und leben kann. Für diesen Prozess braucht es männerspezifische Räume und Angebote, auch in der evangelischen Kirche von Westfalen“.
So will sich die Männerarbeit als Teil der Kirche weiterhin für Männer in der Kirche einsetzten, um eine Kirche mit Männern und für Männer zu sein.  

Ökumenisches Manifest
Westfälisches Vorwort

 

 

DIGITALE FORMATE IN DER FAMILIENBILDUNG

Die Männerarbeit in Westfalen ist seit 2 Jahrzehnten auch geprägt von der Vater-Kind-Arbeit. Diese zukunftsfähig weiterzuentwicklen, gelingt uns auch auf digitalen Wegen,

Dank der finanziellen Unterstützung der REACT EU Mittel, die über das Ev. Familienbildungswerk Westfalen und Lippe e.V. 2022 beantragt werden konnten, hat die Digitalisierung in der Arbeit, den Angeboten und Formaten in der Bildungsarbeit einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Auch die Familienbildungsangebote der Vater-Kind-Agentur profitieren davon.

Stöbern Sie in unseren Angeboten, lesen Sie mehr über die Vater-Kind-Agentur und werden Sie Teil dieser neuen digitalen Möglichkeiten.


 

Jahresprogramm 2023

Männern Räume und Orte geben, an denen sie entdecken und ausprobieren können, wie sie in dieser Gesellschaft, dieser Kirche, dieser Welt leben wollen. Männer ins Gespräch mit anderen Männern (und Menschen aller Geschlechter) bringen. Männer und ihre Fragen ernst nehmen. Männern eine Orientierung geben, an der sie sich ausrichten können. Das alles sind wichtige Anliegen und Ziele unserer Arbeit mitten in einer Zeit, die von Krisen und Kriegen geprägt ist und in denen vieles von dem, was unzweifelhaft festzustehen schien, ins Wanken gerät und nach neuen Antworten verlangt. 
Wir in der Männerarbeit wollen Männer in dieser Zeit begleiten und ermutigen. Wir wollen dazu beitragen, dass Gutes gelingen kann für Männer, für Menschen aller Geschlechter, für eine Gesellschaft, die vor zahlreichen Herausforderungen steht – auch in der Frage der Geschlechtergerechtigkeit.  

Unsere verschiedenen Angebote finden Sie in diesem Jahresprogramm. Darunter sind, wie in den vergangenen Jahren, Wochenenden für Väter und Kinder, Seminare für männliche Erzieher, unsere Sommertagung oder Pilgerreisen nach Norwegen und zum „Grünen Band“. Neu im Programm sind ein Wochenende zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus, ein österliches Ora-et-Labora-Seminar in der Woche nach Ostern und eine sommerliche Kanutour in Schweden.
Fühlen Sie sich eingeladen, diese Vielfalt zu entdecken und nach dem für Sie passenden Angebot zu suchen. 

Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen, spannende Themen und lebendigen Austausch im Jahr 2023. JAHRESPROGRAMM 2023

 

 

Ein Weggeleit 2024

„Alle Jahre wieder“ gibt die Männerarbeit das Andachts- und Meditationsheft „Ein Weggeleit“ heraus. Hier finden Sie das "Weggeleit" aus 2022 zur Ansicht und zur Orientierung. 

Es enthält Auslegungen der Jahreslosung und der biblischen Monatssprüche sowie begleitende Texte und Gebete. So eignet es sich als Andachtsheft in Gemeindegruppen oder als kleines Geschenk für ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wie die große Resonanz der letzten Jahre zeigt, erfreut sich dieses Heft auch außerhalb der Einrichtungen der Männerarbeit einer großen Beliebtheit.

Der Preis beträgt 2,50 € pro Exemplar (Selbstkosten) zuzüglich der Versandkosten.

Ihre Bestellung erbitten wir möglichst zeitnah bei Kathrin van Meegen.

Die Auslieferung des Weggeleit 2024 erfolgt Anfang Dezember, so dass es als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfängerinnen und Empfänger weitergegeben werden kann.
Das Bestellformular für das "Weggeleit" 2024 finden Sie hier.

BESTELLUNGEN BITTE AN:

Kathrin van Meegen 
02304 / 755 308

kathrin.vanmeegen@kircheundgesellschaft.de
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Bild: © BeckDesign

 

 

„Mein Seufzen ist dir nicht verborgen“

Die diesjährige Tagung zum Jahresthema der Evangelischen Männerarbeit in Deutschland drehte sich rund um die Sorge. Sorgen von Männern, Sorgen um Männer und die Sorgen von Männern.

Das klassische Klischeebild von Männlichkeit ist für alle Menschen ungesund. Wenn Männer immer stark und gesund sein müssen und auch schwierigste Situationen ohne Angst meistern sollen, bleibt die Sorge um sich selbst auf der Strecke und die Sorge um andere passiert, wenn überhaupt, aus einer gefühlten Machtposition heraus.
Herbert Ritter, Pfarrer im Ruhestand aus Heeren-Werve, zeigte als erster Referent mit seiner theologischen Reflexion des Seufzens und Sorgen, dass die Männer der Bibel, nicht in dieses Männerbild passen. Sie sind auf Hilfe angewiesen, zeigen ihre Schwäche und verlassen sich nicht auf die Eigene Stärke, sondern auf Gott.
Markus Theunert, Generalsekretär von maenner.ch und Leiter des „Schweizerischen Instituts für Männer- und Geschlechterfragen (SIMG)“, versuchte im Hauptvortrag die praktische Bedeutung des Jahresthemas zu umreißen und näherte sich dieser in drei Schritten an. Zum Einen sprach er über die Wichtigkeit der professionellen Sorge in der Arbeit mit Jungen, Männern und Väter, zum anderen über die Notwendigkeit der Selbstfürsorge, um zum Ende auf die institutionalisierte Männerarbeit im kirchlichen Kontext zu sprechen zu kommen. Seine Thesen sind auch im Heft zum Jahresthema nachzulesen. Die anschließende rege Diskussion machte noch einmal deutlich, dass Männern auch heute meist nur dysfunktionale Männlichkeitsnormen angeboten werden. Um ein eigenes männliches Selbstverständnis jenseits dieser Normen zu entwickeln, braucht es eine Männerarbeit, die neue Männlichkeiten entwickelt, die auf Gleichberechtigung basieren.
Mit dem Militärpfarrer Ekkehart Woykos aus Kropp wurden, die durch den Ukrainekrieg leider sehr aktuellen, die speziellen Sorgen und Probleme von Soldaten und die besondere Rolle der Militärseelsorge Thema. In der Diskussion rückten die Sorgen der Angehörigen und die Sorge um die Kamerad:innen in den Mittelpunkt.
Sorgende Männer standen im Zentrum des zweiten Tages der Tagung. Ein Männerberater und ein Pfleger berichteten über ihr berufliches Sorgen um andere. Und ein getrenntlebender Vater berichtete über die Erfahrungen mit dem Wechselmodell, in dem sein Sohn eine Woche bei ihm ist und die nächste bei der Mutter.
Das Programm war intensiv und in kleineren Gruppen konnten die Männer und eine Frau, auch ihre ganz persönlichen Sorgen teilen und darüber sprechen. Die offene Atmosphäre trug zu interessanten Gesprächen und zu tieferem Verständnis für die Sorgen der anderen bei.

 

 

Erklärung zur Situation in der Ukraine

Die Männerarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen, die sich seit vielen Jahren für Frieden und für eine Versöhnung mit den Völkern Osteuropas einsetzt, ist erschüttert und entsetzt über den Krieg gegen die Ukraine.

HIER GEHT ES ZUR ERKLÄRUNG

Die Diakonie hilft schon seit Beginn des Konfliktes vor acht Jahren in der Ukraine. Wer die Arbeit dort und für die Menschen auf der Flucht in den Nachbarländern unterstüzten möchte, kann hier mir seiner Spende helfen: Diakonie-Katastrophenhilfe und sich über die konkrete Hilfe informieren.

 

 

Tschernobyl bleibt aktuell – auch angesichts Putins Krieg gegen die Ukraine

Erklärung des Vorstands der Freunde von Nadeshda in Deutschland e.V.

Seit über 30 Jahren engagieren sich die Mitglieder unseres Vereins für Verständigung und Versöhnung mit den Menschen in Belarus. Die Erinnerung an die von Deutschen während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen und die Solidarität mit den Betroffenen der Tschernobyl-Katastrophe sind dabei eng miteinander verbunden. Die Reaktorexplosion, die sich am 26. April 1986 im AKW Tschernobyl ereignete, erschien damals vielen betroffenen Menschen wie ein neuer Krieg. Bei der Katastrophenbekämpfung riskierten über 400.000 Soldaten als Liquidatoren ihr Leben, über 300.000 Menschen verloren für immer ihre Heimat.

Hier die ganze Erklärung

 

 

Jahreslosung 2023

„Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13)

Jahresprogramm 2023

Männern Räume und Orte geben, an denen sie entdecken und ausprobieren können, wie sie in dieser Gesellschaft, dieser Kirche, dieser Welt leben wollen. Männer ins Gespräch mit anderen Männern (und Menschen aller Geschlechter) bringen. Männer und ihre Fragen ernst nehmen. Männern eine Orientierung geben, an der sie sich ausrichten können. Das alles sind wichtige Anliegen und Ziele unserer Arbeit mitten in einer Zeit, die von Krisen und Kriegen geprägt ist und in denen vieles von dem, was unzweifelhaft festzustehen schien, ins Wanken gerät und nach neuen Antworten verlangt. 
Wir in der Männerarbeit wollen Männer in dieser Zeit begleiten und ermutigen. Wir wollen dazu beitragen, dass Gutes gelingen kann für Männer, für Menschen aller Geschlechter, für eine Gesellschaft, die vor zahlreichen Herausforderungen steht – auch in der Frage der Geschlechtergerechtigkeit.  

Unsere verschiedenen Angebote finden Sie in diesem Jahresprogramm. Darunter sind, wie in den vergangenen Jahren, Wochenenden für Väter und Kinder, Seminare für männliche Erzieher, unsere Sommertagung oder Pilgerreisen nach Norwegen und zum „Grünen Band“. Neu im Programm sind ein Wochenende zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus, ein österliches Ora-et-Labora-Seminar in der Woche nach Ostern und eine sommerliche Kanutour in Schweden.
Fühlen Sie sich eingeladen, diese Vielfalt zu entdecken und nach dem für Sie passenden Angebot zu suchen. 

Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen, spannende Themen und lebendigen Austausch im Jahr 2023. JAHRESPROGRAMM 2023

 

 

Jahreslosung 2023: „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13)