Männerarbeit Westfalen
Evangelische Männerarbeit von Westfalen

Jahreslosung 2022 "JESUS CHRISTUS SPRICHT: WER ZU MIR KOMMT, DEN WERDE ICH NICHT ABWEISEN" Johannes 6,37

Kirche ohne Männer ...?

Westfälische Männerarbeit stimmt ökumenischem Manifest zu

Auf ihrer Haupttagung im Mai 2022 in Hofgeismar hat die Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland das Grundsatzpapier „Kirche ohne Männer…? Ein ökumenisches Manifest für die Gestaltung nachhaltiger christlicher Männerarbeit“ verabschiedet.

Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hat das Manifest auf seiner Landesvertretertagung diskutiert. Es wurde von der Arbeitsstelle für Männerseelsorge der Deutschen Diözesen, Evangelisches Zentrum Frauen und Männer Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands und der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der EKD entwickelt und. Das Manifest wird als Standortbestimmung christlicher Männerarbeit verstanden und schlägt eine Konzeption von christlicher Männerarbeit als einen nachhaltigen Beitrag zur erwachsenengemäßen Anwaltschaft für die Männer und zur Transformation unserer Kirchen vor. In der gesellschaftlichen Debatte gibt es gegenteilige Entwicklungen. Zum einen eine Öffnung der Gleichstellungsbemühungen, die die Bedürfnisse und Interessen von Männern miteinschließt, zum anderen eine Renaissance patriarchaler Männlichkeitsvorstellungen und populistischer Maskulinismusthesen.  Kirchliche Männerarbeit setzt sich für eine Vielfalt der Männlichkeiten ein und Dialogräume zwischen den Geschlechtern schaffen, um den Wandel zu begleiten und mitzugestalten.
Die Westfälische Männerarbeit möchte mit ihrem Vorwort zum Ökumenischem Manifest, diese Positionen schärfen. Sie steht für eine Kirche mit Männern und ein Bild von Männlichkeit, dass sich am ehesten mit dem Begriff „Fürsorgende Männlichkeiten (Caring Masculinities)“ wiedergeben lässt. Die Landesvertretertagung ist der Meinung, dass „kein Mann sein Mann-Sein frei von Männlichkeitsvorstellungen denken und leben kann. Für diesen Prozess braucht es männerspezifische Räume und Angebote, auch in der evangelischen Kirche von Westfalen“.
So will sich die Männerarbeit als Teil der Kirche weiterhin für Männer in der Kirche einsetzten, um eine Kirche mit Männern und für Männer zu sein.  

Ökumenisches Manifest
Westfälisches Vorwort

 

 

Boycott Qatar 2022 - Die westfälische Männerarbeit unterzeichnet Aufruf

Die Landesvertretertagung der Evangelischen Männerarbeit von Westfalen fand am 11. und 12. November in Haus Villigst statt. Hier war auch die jetzt startende Fußballweltmeisterschaft der Männer in Qatar Thema. Die westfälische Männerarbeit hat sich, nach kontroverser Diskussion, entschlossen den Boykottaufruf der Initiative „Boycott Qatar 2022“ zu unterstützen.

Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft nach Quatar sorgt seit der Entscheidung der Fifa für große Kritik. Ging es am Anfang eher um die sportlichen Aspekte und Umweltbedenken, stehen mit dem Baubeginn der Stadien, die Bedingungen für die Arbeiter auf den WM-Baustellen in der Kritik. Die Bauarbeiter aus dem Ausland, mussten unter menschenunwürdigen Umständen arbeiten und viele wurden verletzt und getötet.
Die Landesvertretertagung war sich einig, dass der Fußball angesichts all dessen in den Hintergrund gerückt wird und die Fifa ihre Entscheidung aus rein kommerziellen Gründen getroffen hat. Uneins war man sich, ob ein Boykott zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist und was er für die Männerarbeit für eine Bedeutung hat.
Insbesondere wurden die LGBTQ+-feindlichen Äußerungen der qatarischen Regierung kritisiert und auch die Stellung der Frauen im Emirat.
Die Vergabe großer Sportveranstaltungen an Staaten, in denen Unterdrückung und Menschrechtsverletzungen die Regel sind, lehnten die Delegierten klar ab. Auch das Argument, dass eine solche Veranstaltung am Ende positive Auswirkungen auf die Menschen im Land hat, wurde als scheinheilig eingestuft. So kam es am Ende zu einer klaren Entscheidung, sich dem Aufruf anzuschließen.
Beschluss: Die westfälische Männerarbeit unterzeichnet diesen Aufruf der Initiative „Boycott Qatar 2022“ ( www.boycott-qatar.de), unterstützt seine Anliegen und motiviert alle evangelischen Männergruppen in Westfalen, sich diesem Boykottaufruf anzuschließen.

 

Ein Weggeleit 2023

„Alle Jahre wieder“ gibt die Männerarbeit das Andachts- und Meditationsheft „Ein Weggeleit“ heraus.

Es enthält Auslegungen der Jahreslosung und der biblischen Monatssprüche sowie begleitende Texte und Gebete. So eignet es sich als Andachtsheft in Gemeindegruppen oder als kleines Geschenk für ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wie die große Resonanz der letzten Jahre zeigt, erfreut sich dieses Heft auch außerhalb der Einrichtungen der Männerarbeit einer großen Beliebtheit.

Der Preis beträgt 2,50 € pro Exemplar (Selbstkosten) zuzüglich der Versandkosten.

Ihre Bestellung erbitten wir möglichst zeitnah bei Kathrin van Meegen.

Die Auslieferung des Weggeleit 2023 erfolgt Anfang Dezember, so dass es als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfängerinnen und Empfänger weitergegeben werden kann.

BESTELLUNGEN BITTE AN:

Kathrin van Meegen 
02304 / 755 308

kathrin.vanmeegen@kircheundgesellschaft.de
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte

Bild: © BeckDesign

 

 

„Mein Seufzen ist dir nicht verborgen“

Die diesjährige Tagung zum Jahresthema der Evangelischen Männerarbeit in Deutschland drehte sich rund um die Sorge. Sorgen von Männern, Sorgen um Männer und die Sorgen von Männern.

Das klassische Klischeebild von Männlichkeit ist für alle Menschen ungesund. Wenn Männer immer stark und gesund sein müssen und auch schwierigste Situationen ohne Angst meistern sollen, bleibt die Sorge um sich selbst auf der Strecke und die Sorge um andere passiert, wenn überhaupt, aus einer gefühlten Machtposition heraus.
Herbert Ritter, Pfarrer im Ruhestand aus Heeren-Werve, zeigte als erster Referent mit seiner theologischen Reflexion des Seufzens und Sorgen, dass die Männer der Bibel, nicht in dieses Männerbild passen. Sie sind auf Hilfe angewiesen, zeigen ihre Schwäche und verlassen sich nicht auf die Eigene Stärke, sondern auf Gott.
Markus Theunert, Generalsekretär von maenner.ch und Leiter des „Schweizerischen Instituts für Männer- und Geschlechterfragen (SIMG)“, versuchte im Hauptvortrag die praktische Bedeutung des Jahresthemas zu umreißen und näherte sich dieser in drei Schritten an. Zum Einen sprach er über die Wichtigkeit der professionellen Sorge in der Arbeit mit Jungen, Männern und Väter, zum anderen über die Notwendigkeit der Selbstfürsorge, um zum Ende auf die institutionalisierte Männerarbeit im kirchlichen Kontext zu sprechen zu kommen. Seine Thesen sind auch im Heft zum Jahresthema nachzulesen. Die anschließende rege Diskussion machte noch einmal deutlich, dass Männern auch heute meist nur dysfunktionale Männlichkeitsnormen angeboten werden. Um ein eigenes männliches Selbstverständnis jenseits dieser Normen zu entwickeln, braucht es eine Männerarbeit, die neue Männlichkeiten entwickelt, die auf Gleichberechtigung basieren.
Mit dem Militärpfarrer Ekkehart Woykos aus Kropp wurden, die durch den Ukrainekrieg leider sehr aktuellen, die speziellen Sorgen und Probleme von Soldaten und die besondere Rolle der Militärseelsorge Thema. In der Diskussion rückten die Sorgen der Angehörigen und die Sorge um die Kamerad:innen in den Mittelpunkt.
Sorgende Männer standen im Zentrum des zweiten Tages der Tagung. Ein Männerberater und ein Pfleger berichteten über ihr berufliches Sorgen um andere. Und ein getrenntlebender Vater berichtete über die Erfahrungen mit dem Wechselmodell, in dem sein Sohn eine Woche bei ihm ist und die nächste bei der Mutter.
Das Programm war intensiv und in kleineren Gruppen konnten die Männer und eine Frau, auch ihre ganz persönlichen Sorgen teilen und darüber sprechen. Die offene Atmosphäre trug zu interessanten Gesprächen und zu tieferem Verständnis für die Sorgen der anderen bei.

 

 

Erklärung zur Situation in der Ukraine

Die Männerarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen, die sich seit vielen Jahren für Frieden und für eine Versöhnung mit den Völkern Osteuropas einsetzt, ist erschüttert und entsetzt über den Krieg gegen die Ukraine.

HIER GEHT ES ZUR ERKLÄRUNG

Die Diakonie hilft schon seit Beginn des Konfliktes vor acht Jahren in der Ukraine. Wer die Arbeit dort und für die Menschen auf der Flucht in den Nachbarländern unterstüzten möchte, kann hier mir seiner Spende helfen: Diakonie-Katastrophenhilfe und sich über die konkrete Hilfe informieren.

 

 

Tschernobyl bleibt aktuell – auch angesichts Putins Krieg gegen die Ukraine

Erklärung des Vorstands der Freunde von Nadeshda in Deutschland e.V.

Seit über 30 Jahren engagieren sich die Mitglieder unseres Vereins für Verständigung und Versöhnung mit den Menschen in Belarus. Die Erinnerung an die von Deutschen während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen und die Solidarität mit den Betroffenen der Tschernobyl-Katastrophe sind dabei eng miteinander verbunden. Die Reaktorexplosion, die sich am 26. April 1986 im AKW Tschernobyl ereignete, erschien damals vielen betroffenen Menschen wie ein neuer Krieg. Bei der Katastrophenbekämpfung riskierten über 400.000 Soldaten als Liquidatoren ihr Leben, über 300.000 Menschen verloren für immer ihre Heimat.

Hier die ganze Erklärung